Katastrophenschutz: Einbeziehung von Funkamateuren ist Ländersache

EU

Der Zivilschutz falle in die jeweilige nationale Zuständigkeit. Weiterhin liege die Einbeziehung von Funkamateuren in den Katastrophenschutz im Ermessen der nationalen Behörden. Diese zwei Kernaussagen sind der Antwort von Herrn Stylianides im Namen der EU-Kommission auf die Anfrage von Gabriele Preuß, Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, zu entnehmen.

Frau Preuß stellte Ende November 2018 die Anfrage, inwiefern Funkamateure in den Katastrophenschutz einbezogen werden – der DARC berichtete (https://www.darc.de/nachrichten/meldungen/archiv-details/news/einbeziehung-von-funkamateuren-in-den-katastrophenschutz/). Als Kernargument brachte Frau Preuß hervor, dass Funkamateure „die Möglichkeiten und Kenntnisse haben, auch unter eingeschränkten Bedingungen Funkverbindungen aufzubauen“ und verwies auf die Einbindung von Funkamateuren z.B. in Frankreich unter „FNRASEC“, in den Niederlanden („DARES“) und Österreich („A.R.E.N.A“) in den nationalen Zivilschutz. In der Antwort der EU-Kommission heißt es nun, dass auf Ebene des Zentrums für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) jederzeit verschiedene Kommunikationsmittel mit eingebauter Redundanz zur Verfügung stünden. Die weiteren Ausführungen der Antwort seitens der EU-Kommission kann man unter http://www.europarl.europa.eu/doceo/document/P-8-2018-006044-ASW_DE.pdf nachlesen.

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Neue Frequenz: Digiday auf Kurzwelle am 20. Januar

DARC OV H05

Der Ortsverband Celle, Stadt & Land (H05) richtet am 20. Januar einen Digitaltag aus – der Deutschlandrundspruch Nr. 3 berichtet darüber aktuell diese Woche. Die im Rundspruch publizierte Frequenz wird von den Veranstaltern aus technischen Gründen auf 3600 kHz verlegt (veröffentlicht wurde die Frequenz 3585 kHz).

Weitere Informationen zum Digitaltag gibt es auf der OV-Webseite von H05: http://www.darc-celle.de.

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Deutschland-Rundspruch 3/2019, 3. KW

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Deutschland-Rundspruch 3/2019, 3. KW

(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab Donnerstag, den 17. Januar 2019, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei finden Sie im eingeloggten Zustand unter www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 3 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 3. Kalenderwoche 2019. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Millionen unsichere Produkte aus dem Verkehr gezogen
- Digiday auf Kurzwelle in der Südheide
- Radiofreunde NRW laden zum Besuchertag beim Wintercamp
- DXpedition und Sonder-Call auf den Bändern
- 50 Jahre AMSAT wird mit Sonderrufzeichen gewürdigt
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Millionen unsichere Produkte aus dem Verkehr gezogen
In einer Pressemitteilung informiert die Bundesnetzagentur darüber, dass die Behörde im Jahr 2018 den Verkauf von über 10 Millionen Produkten im Online-Handel verboten hat. Der Pressemitteilung nach handele es sich um Geräte, die Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können und deshalb nicht in der EU vertrieben werden dürfen. "Die rasant steigenden Zahlen zeigen, wie wichtig unsere Überwachung des Online-Handels ist. Nur so können wir die Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam schützen", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
Weitere 1,63 Millionen Produkte habe die Behörde 2018 mit Vertriebsverboten oder Korrekturmaßnahmen bei Herstellern und Händlern in Deutschland belegt. Die Ermittlungen der Bundesnetzagentur richteten sich im Jahr 2018 besonders auf einzelne Händler, die hohe Stückzahlen im Internet anboten. Die Überprüfung finde vermehrt auch im Wege anonymer Testkäufe statt. Die festgestellten Mängel reichen von fehlenden Kennzeichnungen und Produktinformationen bis hin zu unzulässigen Frequenznutzungen oder zu hohen Sendeleistungen. Unter den insgesamt 10,21 Millionen Geräten befanden sich 4,14 Millionen Bluetooth-Lautsprecher, 2,42 Millionen Smartwatches sowie 508 200 Mobilfunkgeräte und knapp 123 000 ferngesteuerte Drohnen. Ein weiterer Schwerpunkt lag mit über 2,5 Millionen Stück bei drahtlosen Kopfhörern, die Störungen in sicherheitsrelevanten Frequenzbereichen, wie z.B. des Polizeifunks oder des Rettungsdienstfunks, verursachen können. "Verbraucher sollten mindestens darauf achten, dass die Produkte über eine deutschsprachige Bedienungsanleitung verfügen und eine CE-Kennzeichnung haben", rät Homann.
Verbraucher bestellen immer mehr Produkte online direkt aus Drittstaaten. Daher arbeite die Bundesnetzagentur intensiv mit dem Zoll zusammen. Im Jahr 2018 hat der Zoll 17 000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur gemeldet. Insgesamt umfassten diese Meldungen 240 000 Produkte. In mehr als 87 % der Fälle erfolgte keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt. Die von der Bundesnetzagentur geprüfte Anzahl von Gerätetypen im deutschen Einzelhandel belief sich im Jahr 2018 auf über 4600. Die Behörde hat insgesamt 112 Vertriebsverbote und 713 Festsetzungsschreiben zur Behebung formaler Mängel für nicht konforme Produkte erlassen. Es waren rund 1,63 Millionen Produkte betroffen. Weitere Informationen sowie detaillierte Statistiken der Bundesnetzagentur zur Marktüberwachung 2018 will die Behörde auf ihrer Internetseite veröffentlichen [1]. Über störende LED-Lampen oder besonders auch Schaltnetzteile gibt die Pressemitteilung der Behörde keine Auskunft.

Digiday auf Kurzwelle in der Südheide
Der Ortsverband Celle, Stadt & Land (H05) richtet am 20. Januar einen Digitaltag aus. Mit dem Call DF0CF wird im 80-m-Band auf 3585 kHz in BPSK31, RTTY, Olivia 4-500 und SSTV gesendet. Hierbei handelt sich um eine Empfangsveranstaltung mit anschließendem Bestätigungsverkehr auf der gleichen Frequenz nach der letzten Aussendung, oder per E-Mail [2]. Ab 09:20 UTC wird eine Ankündigungsschleife in kurzen Abständen in BPSK31 auf 3585 kHz USB gesendet. Die Hauptsendung beginnt um 09:30 UTC mit einem Text in BPSK31. SWL-Stationen können auch über ein Web-SDR arbeiten. Erste Testsendungen am 16. Dezember 2018 wurden in DL und im angrenzenden Ausland gut empfangen. Das Orga-Team mit Steffi, DO3ST, und Tom, DO8AIL, freut sich auf eine rege Teilnahme. Weitere Informationen zum Digitaltag gibt es auf der OV-Webseite von H05 [3].

Radiofreunde NRW laden zum Besuchertag beim Wintercamp
Die Radiofreunde NRW laden während ihres Wintercamps 2019 zum traditionellen Besuchertag ein. Dieser findet am Samstag, den 19. Januar, ab 13 Uhr im Naturfreundehaus Holzerbachtal, Eipaßstr. 25 b in 42719 Solingen statt. Rundfunkfreunde, SWLs, Funkamateure und Technikinteressierte treffen sich zu Gespräch & Austausch rund um die HF-Technik. Der neue HF-Signalverteiler "JK-1000", eine Eigenentwicklung der Radiofreunde NRW, ist genauso zu sehen wie jede Menge unterschiedlicher Antennen und Empfänger von Analog bis SDR. Verpflegung gibt es zum Selbstkostenpreis, Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Es bietet sich zudem die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der ADDX und den Betreibern des Forums "dx-unlimited". Jeder ist herzlich willkommen.

DXpedition und Sonder-Call auf den Bändern
Vom 22. bis 31. Januar befinden sich Norbert, DJ7JC, Heye, DJ9RR, und Emil, DL8JJ, als rein deutsches Team auf Bonaire und sind dort als PJ4P auf den Kurzwellenbändern aktiv. Eine Teilnahme am CQWW 160 m Contest ist fest eingeplant. Weitere Informationen stellt man auf QRZ.com zur Verfügung [4].
Vom 10. bis 24. Februar ist die Sonderstation TM16AAW in Frankreich aktiv. Man feiert die 16. Antarktische Aktivitätswoche. Der Betrieb soll von 40 bis 10 m, hauptsächlich in SSB, stattfinden. Operator François, F8DVD, arbeitet von seinem QTH in Mâcon im Osten Frankreichs, etwa 60 km nördlich von Lyon. Auch hier gibt es weitere Informationen auf QRZ.com [5].

50 Jahre AMSAT wird mit Sonderrufzeichen gewürdigt
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der AMSAT hat die AMSAT-DL das Rufzeichen DL50AMSAT von der Bundesnetzagentur für ein Jahr zugeteilt bekommen. Unter diesem Rufzeichen werden Funkamateure der AMSAT-DL über Satelliten aktiv sein. Auch der Betrieb der Es'hail-2-Bodenstation am AMSAT-DL-Hauptsitz in Bochum wird unter dem Rufzeichen DL50AMSAT abgewickelt.
Die Radio Amateur Satellite Corporation, kurz AMSAT, wurde 1969 in den USA als Bildungsorganisation gegründet. Ziel war es, die internationale Beteiligung des Amateurfunks an der Weltraumforschung und -kommunikation zu fördern. Die AMSAT wurde gegründet, um die 1961 begonnenen Bemühungen des Projekts OSCAR fortzusetzen, einer Gruppe ebenfalls mit Sitz in den USA, die am 12. Dezember 1961, knapp vier Jahre nach dem Start von Russlands erstem Sputnik, den ersten Amateurfunksatelliten OSCAR-1 baute und startete.
Die AMSAT-Deutschland e.V. (kurz AMSAT-DL) wurde nur vier Jahre später im April 1973 in Marburg an der Lahn als eigenständige und gemeinnützige Organisation gegründet. Gründer der AMSAT-DL waren Dr. Karl Meinzer, DJ4ZC, und Werner Haas, ex-DJ5KQ. Karl Meinzer pflegte bereits seit einigen Jahren gute Kontakte zur AMSAT in den USA und es gab auch gemeinsame Projekte und Ideen. So lieferte AMSAT-DL für OSCAR-7 schließlich den ersten U/V-Lineartransponder, erstmals mit der von ihm entwickelten HELAPS-Technologie und ein Antennenkoppler-Modul.
Man kann sicher behaupten, dass es ohne die Gründung der AMSAT in den USA auch keine AMSAT-DL in Deutschland gegeben hätte oder zumindest hätte diese vielleicht einen anderen Namen gehabt. Die P3-Satelliten OSCAR-10, OSCAR-13 und OSCAR-40 wurden unter der Federführung von der AMSAT-DL entwickelt und gebaut, wären aber ohne die intensive Zusammenarbeit mit der AMSAT-NA und anderen internationalen AMSAT-Gruppen nie möglich gewesen. Leider machte die Einführung bzw. Ausweitung der ITAR-Gesetze diese Zusammenarbeit technisch praktisch unmöglich.
Da, sowohl für AMSAT-NA als auch für AMSAT-DL, die internationale Zusammenarbeit immer im Sinne des völkerverbindenden Charakters des Amateurfunks im Vordergrund stand, hat der amtierende Vorstand beschlossen, das 50-jährige Bestehen der AMSAT durch ein passendes Sonderrufzeichen DL50AMSAT entsprechend zu würdigen.

Aktuelle Conteste
19. bis 20. Januar: HA DX Contest
25. bis 27. Januar: CQ World-Wide 160 m Contest
26. bis 27. Januar: REF Contest, BARTG RTTY Sprint und UBA DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 1/19 auf S. 58.

Der Funkwetterbericht vom 15. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 8. bis 14. Januar:
Nachdem am 6. Januar die einzige Region 2732 über den westlichen Sonnenrand verschwunden war, fiel die gemessene Radiostrahlung der Sonne unter 70 Fluxeinheiten. Der beim WDC in Brüssel gemessene geomagnetische Index k lag bis auf eine Ausnahme am 11. Januar stets zwischen Null und zwei. Damit war das Erdmagnetfeld überwiegend ruhig. Dennoch waren die Ausbreitungsbedingungen auf den Bändern 160 und 80 m subjektiv schlechter als in der Vorwoche. 60, 40 und 30 m öffneten auf den Nachtlinien gut. Das 20-m-Band war tagsüber brauchbar bis gut offen. Die Bänder darüber öffneten an einigen Tagen in südliche Richtungen. Auch beim 10-m-Contest am vergangenen Sonntag gab es keine Short-skip-Ausbreitung und starkes Fading.

Vorhersage bis zum 22. Januar:
Die Sonnentätigkeit bleibt mit Fluxwerten im Bereich von 70 Einheiten sehr gering. Das koronale Loch CH903 wird ab dem 16. Januar geoeffektiv sein, sodass zwischen dem 16. und 17. Januar verstärkter Sonnenwind das Erdmagnetfeld stören wird. Die Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern unter 14 MHz bleiben auf den Nachtlinien interessant, wobei nicht jeden Tag mit geringer Streckendämpfung zu rechnen ist. 14 MHz bleibt das stabilste DX-Band tagsüber. Die Bänder 17 und 15 m sind instabil, aber nicht generell geschlossen, sodass neben den üblichen transäquatorialen Öffnungen nach ZS, LU oder 3B8 auch in östlicher Richtung nach VK oder YB Verbindungen möglich sind.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:17; Melbourne/Ostaustralien 19:14; Perth/Westaustralien 21:25; Singapur/Republik Singapur 23:12; Tokio/Japan 21:50; Honolulu/Hawaii 17:11; Anchorage/Alaska 18:54; Johannesburg/Südafrika 03:29; San Francisco/Kalifornien 15:24; Stanley/Falklandinseln 08:02; Berlin/Deutschland 07:10.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:53; San Francisco/Kalifornien 01:15; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Stanley/Falklandinseln 00:10; Honolulu/Hawaii 04:10; Anchorage/Alaska 01:19; Johannesburg/Südafrika 17:05; Auckland/Neuseeland 07:42; Berlin/Deutschland 15:21.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatten Stefan Hüpper, DH5FFL, und Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie dazu Ihr Passwort stets griffbereit auf!

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] www.bundesnetzagentur.de/marktueberwachung zu finden.
[2] do8ail(at)gmail.com
[3] www.darc-celle.de
[4] www.qrz.com/lookup/pj4p
[5] www.qrz.com/db/TM16AAW
[dx] www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste

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Erste CW-Signale von Es’hail-2? Keinesfalls Sendeversuche unternehmen!

Es'hail-2

Im Forum der AMSAT-DL wird seit einigen Stunden ein CW-Signal diskutiert, welches offenbar vom erst kürzlich in den Orbit gebrachten Satelliten Es’hail-2 stammt. Die Schleife „CQ CQ de ES2HAIL“ wurde von mehreren Stationen auf 10489,653681 MHz empfangen. DD1US konnte es beispielsweise am 16. Januar um 12:49 UTC über das Empfangs-Setup von MØEYT remote empfangen.

Die Forum-Nutzer haben unter https://forum.amsat-dl.org/index.php?thread/81-es2hail-beacon-is-alive/&pageNo=1 zahlreiche Screenshots von ihren Empfangsversuchen gepostet. Eine der wichtigsten Beiträge stammt von Achim Vollhardt, DH2VA, der die Funkamateure dazu aufruft, auf keinen Fall mit Sendeversuchen zu beginnen und wenn diese schlimmstenfalls bereits stattfinden, diese umgehend einzustellen! DH2VA vermutet, dass es sich nicht um die Bake der AMSAT-DL handelt. AMSAT-DL-Vorsitzender Peter Gülzow, DB2OS, klärte in einem jüngeren Forum-Post auf: „Ich habe mit QARS und auch mit meinem Ansprechpartner in der Abteilung CRA Spectrum Management von Katar gesprochen. Sie wissen nicht, woher dieses mysteriöse CW-Signal stammt.“ DB2OS vermutet, dass es sich auch um weitere In-Orbit-Tests (IOT) handeln könnte, bevor MELCO Es’hailSat übergibt. DB2OS hofft weiterhin, dass es sich nicht um einen Piraten handelt. 

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Internationales Jugendevent im Amateurfunkzentrum
YOTA-Camp

Dieses Jahr wird zum ersten Mal ein YOTA (Youngsters on the Air) Subregional Camp in Deutschland stattfinden! Das ganze Wochenende über haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier die Möglichkeit, auf Gleichaltrige zu treffen und auch neue, teils internationale Freundschaften zu schließen. Es kann miteinander gebastelt, gefachsimpelt und natürlich gefunkt werden. Für Neulinge im Amateurfunk bietet es eine ideale Möglichkeit, um unterschiedliche Facetten des Amateurfunks kennenzulernen.

Außerdem hat man die Gelegenheit, neben gemeinsamen Projekten einen Einblick in die DARC-Geschäftsstelle zu bekommen. Das Camp findet vom 15. bis 17. März in der Geschäftsstelle in Baunatal statt. Teilnehmen können insgesamt bis zu 50 Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren. Weitere Voraussetzungen sind nur Interesse am Amateurfunk sowie eine Mitgliedschaft im DARC oder einem anderen IARU-Region-1-Verband. Zudem müssen die Jugendlichen nur Anreise und Getränke zahlen, alle anderen Kosten – inklusive Verpflegung und Unterkunft im Hotel – sind gedeckt. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich unter: https://darc.de/ajw/yota-baunatal-2019.

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50 Jahre AMSAT wird mit Sonderrufzeichen gewürdigt

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der AMSAT hat die AMSAT-DL das Rufzeichen DL50AMSAT von der Bundesnetzagentur für ein Jahr zugeteilt bekommen. Unter diesem Rufzeichen werden Funkamateure der AMSAT-DL über Satelliten aktiv sein. Auch der Betrieb der Es’hail-2-Bodenstation am AMSAT-DL-Hauptsitz in Bochum wird unter dem Rufzeichen DL50AMSAT abgewickelt.

Die Radio Amateur Satellite Corporation, kurz AMSAT, wurde 1969 in den USA als Bildungsorganisation gegründet. Ziel war es, die internationale Beteiligung des Amateurfunks an der Weltraumforschung und -kommunikation zu fördern. Die AMSAT wurde gegründet, um die 1961 begonnenen Bemühungen des Projekts OSCAR fortzusetzen, einer Gruppe ebenfalls mit Sitz in den USA, die am 12. Dezember 1961, knapp vier Jahre nach dem Start von Russlands erstem Sputnik, den ersten Amateurfunksatelliten OSCAR-1 baute und startete. 

Die AMSAT-Deutschland e.V. (kurz AMSAT-DL) wurde nur vier Jahre später im April 1973 in Marburg an der Lahn als eigenständige und gemeinnützige Organisation gegründet. Gründer der AMSAT-DL waren Dr. Karl Meinzer, DJ4ZC, und Werner Haas, ex-DJ5KQ. Karl Meinzer pflegte bereits seit einigen Jahren gute Kontakte zur AMSAT in den USA und es gab auch gemeinsame Projekte und Ideen. So lieferte AMSAT-DL für OSCAR-7 schließlich den ersten U/V-Lineartransponder, erstmals mit der von ihm entwickelten HELAPS-Technologie und ein Antennenkoppler-Modul. 

Man kann sicher behaupten, dass es ohne die Gründung der AMSAT in den USA auch keine AMSAT-DL in Deutschland gegeben hätte oder zumindest hätte diese vielleicht einen anderen Namen gehabt. Die P3-Satelliten OSCAR-10. OSCAR-13 und OSCAR-40 wurden unter der Federführung von der AMSAT-DL entwickelt und gebaut, wären aber ohne die intensive Zusammenarbeit mit der AMSAT-NA und anderen internationalen AMSAT-Gruppen nie möglich gewesen. Leider machte die Einführung bzw. Ausweitung der ITAR-Gesetze diese Zusammenarbeit technisch praktisch unmöglich. 

Da, sowohl für AMSAT-NA als auch für AMSAT-DL, die internationale Zusammenarbeit immer im Sinne des völkerverbindenden Charakters des Amateurfunks im Vordergrund stand, hat der amtierende Vorstand beschlossen, das 50-jährige Bestehen der AMSAT durch ein passendes Sonderrufzeichen DL50AMSAT entsprechend zu würdigen.

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Jetzt anmelden: Noch freie Plätze beim DARC-Seminar "Berechnen und Bauen von Yagi-Antennen"!

DARC-Seminare

Am 25./26. Januar erklärt Martin Steyer, DK7ZB, im Amateurfunkzentrum Baunatal die Grundlagen zum Aufbau und Funktion von Yagis. Damit eröffnet DK7ZB die informative DARC-Seminarreihe im Jahr 2019. In diesem Seminar geht es u.a. um Kenngrößen (Gewinn, V/R- und F/RVerhältnis, Bandbreite, Impedanz, G/T), 2-Element-Yagis (Strahler-Reflektor, Strahler-Direktor, Doppelspeisung), Yagi mit mehr als zwei Elementen, Impedanzanpassung und Transformationsglieder, Balune und Mantelwellensperren, Besonderheiten von UKW-Yagis, Mehrband-Yagis (Traps, linear loading, interlaced, open-sleeve-Prinzip),

Stocken, Einsatz von Simulations- und Analyseprogrammen, Einfluss des Tapering (Durchmesserstaffelung der Elemente), Messen und Messmittel für den Antennenbauer, mechanische Lösungen für den Selbstbau.

Unter events.darc.de können Sie sich direkt online anmelden. Sollte es Probleme mit der Anmeldung geben helfen wir Ihnen gern weiter. Eine kurze E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reicht aus.

Weitere interessante Wissen-Seminare erwarten Sie im Jahr 2019:

Am 22./23. Februar lernen Sie bei Dozent Peter Zenker, DL2FI, „QRP – Spaß gewinnen oder Masochismus“. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren QRP-Betrieb optimieren können.

Dozent Thilo Kootz, DL9KCE, lehrt am 22./23. März „Antennensimulation mit 4nec2 für Fortgeschrittene“. Ziel dieses Seminars ist es, die im ersten Teil erlernten Fähigkeiten im Umgang mit der Software 4nec2 zu vertiefen und spezielle Themen (Mehrbandantennen, Traps, mehrfache Speisepunkte etc.) zu diskutieren.

Am 10./11. Mai findet das Seminar „FT-8 Internes und Externes“ statt. Die Betriebsart ist aktuell in aller Munde, und so werden Sie bei Dozent Peter Glasmacher, DK5DC, an die Hand genommen und lernen, das generelle Verständnis des neuen Modes zu vertiefen. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.darc.de/geschaeftsstelle/ausbildungszentrum/

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Millionen unsichere Produkte aus dem Verkehr gezogen

BNetzA

Im Jahr 2018 hat die Bundesnetzagentur den Verkauf von über 10 Millionen Produkten im Online-Handel verboten. Diese Geräte können Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen und dürfen nicht in der EU vertrieben werden. „Die rasant steigenden Zahlen zeigen, wie wichtig unsere Überwachung des Online-Handels ist. Nur so können wir die Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam schützen“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Weitere 1,63 Millionen Produkte hat die Behörde 2018 mit Vertriebsverboten oder Korrekturmaßnahmen bei Herstellern und Händlern in Deutschland belegt. Die Ermittlungen der Bundesnetzagentur richteten sich im Jahr 2018 besonders auf einzelne Händler, die hohe Stückzahlen im Internet anboten. Die Überprüfung findet vermehrt auch im Wege anonymer Testkäufe statt. Die festgestellten Mängel reichen von fehlenden Kennzeichnungen und Produktinformationen bis hin zu unzulässigen Frequenznutzungen oder zu hohen Sendeleistungen. Unter den insgesamt 10,21 Millionen Geräten befanden sich 4,14 Millionen Bluetooth-Lautsprecher, 2,42 Millionen Smartwatches sowie 508200 Mobilfunkgeräte und knapp 123000 ferngesteuerte Drohnen. Ein weiterer Schwerpunkt lag mit über 2,5 Millionen Stück bei drahtlosen Kopfhörern, die Störungen in sicherheitsrelevanten Frequenzbereichen, wie z.B. des Polizeifunks oder des Rettungsdienstfunks verursachen können. „Verbraucher sollten mindestens darauf achten, dass die Produkte über eine deutschsprachige Bedienungsanleitung verfügen und eine CE-Kennzeichnung haben“, rät Homann.

Verbraucher bestellen immer mehr Produkte online direkt aus Drittstaaten. Daher arbeitet die Bundesnetzagentur intensiv mit dem Zoll zusammen. Im Jahr 2018 hat der Zoll 17000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur gemeldet. Insgesamt umfassten diese Meldungen 240000 Produkte. In mehr als 87 % der Fälle erfolgte keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt. Die von der Bundesnetzagentur geprüfte Anzahl von Gerätetypen im deutschen Einzelhandel belief sich im Jahr 2018 auf über 4600. Die Behörde hat insgesamt 112 Vertriebsverbote und 713 Festsetzungsschreiben zur Behebung formaler Mängel für nicht konforme Produkte erlassen. Es waren rund 1,63 Millionen Produkte betroffen. Weitere Informationen sowie detaillierte Statistiken der Bundesnetzagentur zur Marktüberwachung 2018 sind in Kürze unter www.bundesnetzagentur.de/marktueberwachung zu finden.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesnetzagentur)

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Deutschland-Rundspruch 2/2019, 2. KW

DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880 

Deutschland-Rundspruch 2/2019, 2. KW

(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab Donnerstag, den 10. Januar 2019, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als RSS-Feed und www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei finden Sie im eingeloggten Zustand unter www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 2 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 2. Kalenderwoche 2019. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:

- Funkamateur hilft bei chinesischer Mondmission Chang'e-4
- Bundesnetzagentur veröffentlicht ihr Amtsblatt künftig kostenlos
- Frankreich schafft Amateurfunkgebühren ab
- Werktägliche Wiederholungen von Radio DARC
- Jetzt anmelden zum 1. AfuBarCamp im Amateurfunkzentrum
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Funkamateur hilft bei chinesischer Mondmission Chang'e-4

Am 3. Januar landete mit Chang'e-4 erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes. Die Mission ist anspruchsvoll, da eine direkte Funkverbindung mit der Mondrückseite nicht möglich ist. Deshalb greifen die Chinesen zum einen auf den am 21. Mai 2018 gestarteten Relais-Satelliten Queqiao, zum anderen aber auf die Hilfe eines Funkamateurs zurück: Reinhard Kühn, DK5LA, sendet mit seiner leistungsfähigen EME-Anlage regelmäßig im Auftrag Chinas Datensätze an den Satelliten. Auf DK5LA aufmerksam geworden war die chinesische Raumfahrtagentur offenbar durch seinen Einsatz zur Rettung des südafrikanischen Satelliten ZA-AEROSAT am 2. Juli 2017, der auf 145 MHz "aufgeweckt" und zur Ausfaltung seiner Sonnenpaneele gebracht werden konnte.
Mittlerweile hat diese Erfolgsstory auch mediale Wellen geschlagen. Der Fernsehsender SAT.1 war im schleswig-holsteinischen Sörup zu Gast bei DK5LA [1], der von seiner Amateurfunkstation aus unter anderem die Kamera des chinesischen Satelliten auslöste, welche die ersten Fotos der Rückseite des Mondes aufnahm. Ebenfalls hat die Bild-Zeitung über das bemerkenswerte Projekt berichtet [2].

 

Bundesnetzagentur veröffentlicht ihr Amtsblatt künftig kostenlos

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht mit Beginn des Jahres 2019 ihr Amtsblatt in elektronischer Form fortan kostenlos im Internet [3]. Bisher musste ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen werden, um die Informationen der Behörde lesen zu können. Alle bestehenden Verträge bzw. Abos wurden durch die Behörde zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Das Amtsblatt ist auch für Funkamateure von Interesse, weil die Behörde über dieses Medium z.B. Mitteilungen über neue Regelungen oder auch Duldungsregelungen veröffentlicht. Der DARC e.V. verfügte in den vergangenen Jahren über ein entsprechendes Abonnement, um seine Mitglieder in den eigenen Medien informieren zu können.

 

Frankreich schafft Amateurfunkgebühren ab

Das im Amtsblatt der französischen Regierung vom 30. Dezember 2018 veröffentlichte Finanzgesetz 2019 (Nr. 2018-1317) bestätigt die Aufhebung von Artikel 45 des geänderten Finanzgesetzes für 1987, der die Rechtsgrundlage für die Erhebung der jährlichen Amateurfunkgebühren war. In Übereinstimmung mit der Praxis des französischen Verfassungsrechts muss noch festgelegt werden, wie das neue Gesetz angewendet wird.
Der französische Amateurfunkverband hat seinen Mitgliedern geraten, mit der Zahlung der Gebühren, für die bereits Zahlungsaufforderungen ergangen waren, zu warten.
Der Abschaffung der französischen Amateurfunkgebühren war eine ausführliche Debatte zwischen dem Finanzminister, dem Rechnungshof und dem französischen Amateurfunkverband vorausgegangen. Der französische Amateurfunkverband geht nicht davon aus, dass sich die Abschaffung der Amateurfunkgebühren negativ auf den Status des Amateurfunkdienstes in Frankreich auswirkt. Maßgebend für das Ansehen des Amateurfunks im Vergleich zu anderen Funkdiensten bzw. Anwendern, z.B. dem CB-Funk, seien die Amateurfunkprüfung und die aufgrund der Prüfung erteilte Lizenz. Der Verband bleibe aber äußerst wachsam, was die Auswirkungen der Abschaffung der Amateurfunkgebühren auf die Anerkennung und das Image des Amateurfunks in Frankreich anbetrifft. Er sei jederzeit bereit, einzugreifen, um den Platz des Amateurfunks in Frankreich zu verteidigen, insbesondere als wichtiger Träger für die Förderung von Wissenschaft und neuen Technologien. Nicht zu verkennen sei auch, dass die Abschaffung der Amateurfunkgebühren durch das Parlament einer Anerkennung des Gemeinnützigkeitsprinzips des Amateurdienstes entspricht. Darüber berichtet der französische Amateurfunkverband REF, zusammengefasst und übersetzt von Helmut van Edig, DL3KBQ. 

 

Werktägliche Wiederholungen von Radio DARC

Channel 292 erweitert die Ausstrahlung von Radio DARC auf 7440 kHz: Der Sendepartner strahlt das Programm von Radio DARC fortan täglich auf 7440 kHz aus und zwar montags bis samstags von 16:00 UTC bis 17:00 UTC und sonntags von 10:00 UTC bis 11:00 UTC. Auf 6070 kHz läuft die Übertragung wie gehabt mit 100 kW aus Moosbrunn mit der Erstsendung sonntags von 10:00 UTC bis 11:00 UTC sowie an Montagen von 16:00 UTC bis 17:00 UTC. Empfangsberichte bestätigt Radio DARC gerne mit einer QSL-Karte, darüber berichtete Rainer Englert, DF2NU. Den detaillierten Sendeplan von Channel 292 findet man über die Webseite des Senders [4]. Darüber hinaus wird Radio DARC auf diversen Bürgerradios und Offenen Kanälen sowie Internet-Radios ausgestrahlt. Die Sendeplätze sind über die DARC-Webseite abrufbar [5].

 

Jetzt anmelden zum 1. AfuBarCamp im Amateurfunkzentrum

Am 4. Mai findet ab 10 Uhr das insgesamt dritte BarCamp zum Thema Amateurfunk statt, erstmalig im Amateurfunkzentrum. Der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V. lädt am Samstag und Sonntag zum Austausch nach Baunatal ein. "Bei einem BarCamp ist jeder Teilnehmer auch potenzieller Referent. Inhalte und Ablauf zum Thema Amateurfunk werden zu Beginn von Moderator Andreas Krüger, DJ3EI, gesammelt", erklärt Silvio Kunze, DM9KS, vom BarCamp-Team. "Immer wieder stelle ich fest, wie vielfältig und facettenreich der Amateurfunk ist. Jeder Funkamateur hat sein Spezialgebiet, kann darüber berichten und genau von dieser Leidenschaft lebt ein solches BarCamp. Ich freue mich sehr darauf!", so Stephanie Heine, DO7PR, die sich im Team engagiert. Anmeldungen sind online möglich [6]. Weitere Informationen finden Sie auf der DARC-Webseite [7].

 

Aktuelle Conteste

12. Januar: Aktivitäts-Contest Distrikt Nordrhein (R)
12. bis 13. Januar: UBA PSK63 Prefix Contest
13. Januar: DARC 10-m-Contest
19. bis 20. Januar: HA DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 1/19 auf S. 58.

Der Funkwetterbericht vom 8. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

Rückblick vom 2. bis 8. Januar: Bei Fluxwerten von knapp über 71 Einheiten zeigte uns die Region 2732 mit einem C- und mehreren B-Flares am 6. Januar etwas Aktivität, bevor sie über den westlichen Sonnenrand verschwand. Das geomagnetische Feld war zwischen dem 1. Januar mittags bis zum Morgen des 4. Januar sehr ruhig mit k-Werten von Null oder Eins. Dann stieg die Feldstärke kontinuierlich von 6 auf 13 Nanotesla. Intensiver Sonnenwind drückte auf die Ionosphäre. Am 5. Januar um 02:00 UTC wechselte die Z-Komponente auf minus 9 Nanotesla und ein etwa sechsstündiger Magnetsturm begann. Seitdem ist das Erdmagnetfeld leicht gestört, die k-Werte liegen zwischen 2 und 3. Die Kurzwellenausbreitung auf den Bändern zwischen 160 und 40 m war gut, 30 m bescherte einige laute DX-Signale. Das 20-m-Band war auf den Taglinien offen, vormittags nach Fernost, am frühen Nachmittag nach Nord- und Mittelamerika. 17 und 15 m öffneten in südliche Richtungen, aber instabil. Der Meteorstrom der Quadrantiden am 3. und 4. Januar lockte die VHF-Freunde.

Vorhersage bis zum 15. Januar:
Die Sonne bleibt sehr ruhig und vorerst fleckenlos. Deshalb fallen die Fluxwerte wieder etwas unter 70 Einheiten. Das geomagnetische Feld beruhigt sich weiter. Die DX-Bedingungen auf 160 und 80 m sind bei sehr ruhigem Magnetfeld gut bis sehr gut. Ein Blick auf eine Greyline-Map zeigt beispielsweise, dass jetzt im Januar gute Chancen bestehen, KH6 oder die US-Westküste auf den Lowbands zu arbeiten.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:11; Melbourne/Ostaustralien 19:08; Perth/Westaustralien 21:20; Singapur/Republik Singapur 23:10; Tokio/Japan 21:51; Honolulu/Hawaii 17:10; Anchorage/Alaska 19:03; Johannesburg/Südafrika 03:24; San Francisco/Kalifornien 15:25; Stanley/Falklandinseln 07:53; Berlin/Deutschland 07:14.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:46; San Francisco/Kalifornien 01:09; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Stanley/Falklandinseln 00:15; Honolulu/Hawaii 04:06; Anchorage/Alaska 01:05; Johannesburg/Südafrika 17:05; Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:12.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatten Stefan Hüpper, DH5FFL, und Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie dazu Ihr Passwort stets griffbereit auf!

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] https://www.sat1regional.de/amateurfunker-aus-soerup-hilft-chinesischer-sonde-bei-mondlandung
[2] https://www.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/er-sendet-signale-ins-weltall-hobby-funker-half-chinesen-auf-den-mond-59435814,view=conversionToLogin.bild.html
[3] https://www.bnetza-amtsblatt.de
[4] http://www.channel292.de/schedule-7440-khz
[5] https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc
[6] https://events.darc.de
[7] https://www.darc.de/nachrichten/veranstaltungen/#c51806
[dx] https://www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste 

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Quelle: https://www.darc.de/home/

Funkamateur hilft bei chinesischer Mondmission Chang’e-4

Am 3. Januar 2019 landete mit Chang’e-4 erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes. Die Mission ist anspruchsvoll, da eine direkte Funkverbindung mit der Mondrückseite nicht möglich ist: Deshalb greifen die Chinesen zum einen auf den am 21. Mai 2018 gestarteten Relais-Satelliten Queqiao, zum anderen aber auf die Hilfe eines Funkamateurs zurück: Reinhard Kühn, DK5LA, sendet mit seiner leistungsfähigen EME-Anlage regelmäßig im Auftrag Chinas Datensätze an den Satelliten.

Auf DK5LA aufmerksam geworden war die chinesische Raumfahrtagentur offenbar durch seinen Einsatz zur Rettung des südafrikanischen Satelliten ZA-AEROSAT am 2. Juli 2017, der auf 145 MHz „aufgeweckt“ und zur Ausfaltung seiner Sonnenpaneele gebracht werden konnte. 

Mittlerweile hat diese Erfolgsstory auch mediale Wellen geschlagen. Der Fernsehsender SAT.1 war bei DK5LA im schleswig-holsteinischen Sörup zu Gast, der von seiner Amateurfunkstation aus unter anderem die Kamera des chinesischen Satelliten auslöste, welche die ersten Fotos der Rückseite des Mondes aufnahm. Den Beitrag finden Sie unter: https://www.sat1regional.de/amateurfunker-aus-soerup-hilft-chinesischer-sonde-bei-mondlandung/

Ebenfalls hat die Bild-Zeitung über das bemerkenswerte Projekt berichtet: https://www.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/er-sendet-signale-ins-weltall-hobby-funker-half-chinesen-auf-den-mond-59435814,view=conversionToLogin.bild.html

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Quelle: https://www.darc.de/home/