Notfunkaktivitäten im nordamerikanischen Bereich


Notfunkaktivitäten im nordamerikanischen Bereich

Hurrikan Irma zieht gegenwärtig über den US-Staat Florida und Hurrikan Jose bedroht immer noch die Karibik. Gleichzeitig hat Mexiko immer noch mit den Folgen des Erdbebens zu kämpfen, das das Land Anfang der Woche betroffen hat und den Nachwirkungen des Hurrikans Kathrina. Zusätzlich zu diesen Problemen hat ein X8.2 Solar Flare (Sonneneruption) einen größeren Kurzwellen-Ausfall verursacht, der möglicherweise die Kommunikation bis Montag (UTC) beeinträchtigen wird.

Beim Durchzug von Hurrikan Irma durch Florida werden mehr KW-Frequenzen durch lokale ARES-Gruppen benutzt werden, aber diese liegen meist außerhalb der Bandzuweisungen der IARU-Region 1 (West Florida plant z.B. 3940, 3950 und 7247 kHz zu benutzen). Weitere Informationen hierzu werden von der ARRL kommen. Ergänzung zu benutzten Frequenzen:

Mexiko: 7060 und 7080 kHz für das Erdbeben und Hurrikan Katia
St. Maarten: 14 290 und 7190 kHz (Sprache oder PACTOR)
US-weite Nachrichtenübermittlung: 14 115, 7115 und falls nötig 10 115 kHz (alles CW)
Karibisches Notfall und Wetternetz (CEWN): 3815, 7188 und möglicherweise 7162 kHz
FNRASEC in Frankreich für Verbindungen mit französisch sprechenden Gebieten in der Karibik auf 14 132 kHz.

Während sich Irma von den Karibischen Inseln entfernt, kommen Funkamateure in das Gebiet um zu helfen. Das Rote Kreuz bittet um Hilfe für Sint Maarten, wo die Kommunikation sehr stark betroffen ist. Tom Braam, PJ2DD, hat sich für diese Aufgabe gemeldet und ist am 8. September mit einem der ersten Hilfsflüge nach Sint Maarten geflogen mit einer PACTOR-Station und neun VHF/UHF-Handfunkgeräten, um Kommunikation zu ermöglichen. Die benutzten Frequenzen sind oben angegeben. Anfragen zu Personen in dem betroffenen Gebiet sollten an die verschiedenen RotKreuz-Webseiten gerichtet werden, die hierfür eingerichtete wurden. „Welfare“-Nachrichten von außerhalb des Gebietes werden voraussichtlich nicht vor drei Tagen behandelt, da es bei tausenden von obdachlosen Personen schwierig ist, Ihren Aufenthaltsort zu finden. Wie immer, hören Sie bitte sorgfältig und vermeiden Sie QRM auf Frequenzen, die für Notverkehr benutzt werden. Die Operator in den betroffenen Gebieten haben bereits einen schweren Job, geben Sie ihnen bitte so viel Platz wie möglich um zu arbeiten. Darüber berichtet Mike Becker, DJ9OZ.

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Quelle: https://www.darc.de/home/

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